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Posts in ‘Semantic Web’

Directed Edge auf Techcrunch

 geschrieben von Thomas am 07. Aug

directededgevisual

Und noch einmal eine tolle Idee aus dem Berliner Umfeld von Trabayo: Directed Edge sind zwei Jungs, die ein Empfehlungssystem entwickelt haben, das sich in jede Webarchitektur einklinken lässt. Ähnlich dem berühmten Amazon-Recommendation-System analysiert Directed Edge die Beziehungen zwischen Daten und errechnet daraus Ähnlichkeiten und Verbindungen zwischen Elementen. Und das ziemlich schnell: Sie haben dafür eine eigene Datenbank entwickelt. Weil alle anderen einfach nicht schnell genug waren.

Genau darin liegt auch die technische Tiefe und der Schlüssel zum jetzigen Zwischenerfolg: Directed Edge werden von Ycombinator gefördert, einer Venture Capital Firma von u.a. Paul Graham, der laut Hackr.de einer wenigen Start-Up Vordenker ist, “die die eigene Aufmerksamkeit wert sind”.

Veröffentlicht wurde diese Zusammenarbeit bei Techcrunch, sicher kein schlechter Ort für eine solche Meldung.

Wie man Dienstleistungen semantisch beschreiben kann

 geschrieben von Thomas am 15. Jul

Wenn man heute eine Web-App baut, bei der es darum geht, bestimmte Dinge gut finden zu können, in unserem Fall private Dienstleistungen, muss man semantische Prinzipien mitdenken und mitplanen. Der Weg in das mysteriöse semantische Web schlängelt sich nämlich gerade von zwei Richtungen durch den Dschungel der unsortieren Informationen aufeinander zu: Zum einen gibt es mehr und mehr Ontologien, also Regeln und Formate, wie Informationen zu beschreiben sind und zum anderen Anwendungen, die mit diesen Informationen umgehen können. So dass man irgendwann seinem Kalender sagen kann, er solle doch bitte für das kommende Wochenende einen Babysitter besorgen.

Bis wir dort sind, ist es aber noch ein weiter Weg. Was bereits sehr eindeutig beschrieben werden kann und anhand offener Formate wie iCal auch praktiziert wird, sind Termine: Ein fester Ort, ein Zeitpunkt, ein Ende, anwesende Personen, ein Thema. Da gibt es nicht viel Interpretationsspielraum. Aber überall dort wo es den Interpretationsspielraum gibt, wird es schwierig mit der Semantik. Die Unterscheidung Golf – Sport und Golf – Automarke wird mit Metatags dann schon schwieriger. Zur Zeit entscheiden Suchmaschinen noch nach dem Kontext und Metaauszeichnungen werden das nicht komplett ändern. Nun stellt sich uns die Frage, wie man Dienstleistungen meta-beschreiben kann?

Wir wissen es nicht bis ins letzte Detail und wir maßen uns auch nicht an, es zu entscheiden. Aber wir können eine Datenstruktur schaffen, die in der Lage ist, Meta-Informationen zu speichern. Im Zentrum steht eine konkrete Service-Beschreibung. Diese hängt an einem Kategorienbaum, sie wird außerdem mit Fähigkeitenfeldern versehen, die abhängig vom Kategorienbaum sind. Beispiel Autoreparatur: Alter der Autos, Marke, Teile des Autos. Das Ziel ist zum einen, dem Anbieter möglichst viele Fragen stellen zu können, damit dieser seine Dienstleistung gut wie möglich beschreiben kann (oder auch nicht) und alle Services gut durchsuchen zu können. Dabei bleibt noch die kniffelige Frage zu klären, wieviel dieser Struktur man von Usern mitgestalten lässt? Dass sie mitgestalten sollen, liegt auf der Hand, allein das wie ist eine Herausforderung. Es soll ja auch simpel und einfach sein und dabei die Intelligenz der Crowd sinnvoll nutzen. Das Kapitel wird fortgesetzt und ist noch lange nicht zu Ende geschrieben.

Und hier noch ein paar Links. Google experimentiert gerade mit Rdfa Snippets und A List Aprt hat eine schöne Einführung was Rdfa ist.

Wolfram – Semantic search sneak preview

 geschrieben von Thomas am 11. Mai

Die Versprechen des mysteriösen, sich aber immer konkreter abzeichnenden Semantic Web sind groß. Nichts anderes als dass Maschinen tatsächlich verstehen sollen, was man gerade sucht und die Informationen und möglichen Entscheidungen entsprechend aufarbeiten will das semantische Web liefern. Ein Web der Daten, mehr als Daten im Web.

Semantic search ist dabei eine Schlüsselfunktion, sie soll kontextabhängig Suchergebnisse liefern, aus Sätzen und Logiken erkennen, auf konkrete Fragen Antworten geben und Anwendungen ermöglichen, die selbstständig Aufgaben erledigen wie Termine koordinieren und Reisen buchen. Wolfram ist einer der Spieler in diesem neuen Bereich, der sich bisher vermehrt in der Wissenschaft und den Geheimdiensten abspielte. Wolfram ist das Produkt einer Gruppe von Mathematikern um Stephen Wolfram, in Deutschland gibt es mit Qimaya ein ähnliches Unternehmen (ein Interview mit Roy Uhlmann und Dr. Klaus Holthausen von Qimaya gibt es bei den Blogpiloten). Beide basteln noch hinter verschlossenen Türen, haben aber schon eine Menge Aufmerksamkeit erzeugt. Im folgenden Video zeigt Stephen Wolfram eine Preview der neuen Suchmaschine und erklärt einige zugrunde liegenden Techniken. (via Berkman Center for Internet & Society)

Über Semantic Web in Learning und Education habe ich im UOC Innovationsblog geschrieben (in Catalan)