Suchen

Rss Artikel

Rss Comments

 

Posts in ‘selbstständig arbeiten’

Kickstarter – Ideen vorstellen und finanzieren lassen

 geschrieben von Thomas am 04. Dez

Auf Kickstarter kann man Ideen und Projekte vorstellen, für die man Unterstützung braucht, v.a. natürlich Geld, aber auch Manpower. Jedes Projekt bekommt eine eigene Seite, auf der die Macher das Ziel vorstellen, zum Beispiel ein besseres System für Papier-Plastikbecher zu entwickeln um sie reyceln zu können oder ein Comic-Buch über New York zu produzieren.

Jedes Projekt hat ein Finanzierungsziel und einen festen Endpunkt. Das Geld der Unterstützer wird nur dann eingezogen wenn das Ziel erreicht wird und darf natürlich nur für das entsprechende Projekt verwendet werden. Eigenene Projekte einstellen geht zur Zeit nur per Einladung, wahrscheinlich keine dumme Einschränkung.

Dazu gibt es Videos, News und auch Widgets, um die Projekte zu bewerben. Hier das Beispiel zum Beta-Cup Modell.

Onnepank: Anderen helfen in Estland

 geschrieben von Thomas am 30. Nov

Onnepank Logo

Onnepank Logo


Die Onnepank ist ein estnisches Webprojekt, das Leuten helfen will, sich gegenseitig zu helfen, “enable changing good deeds”. Man kann sagen was man kann, das andere brauchen könnten – der Trabayo-Idee also sehr ähnlich! Dafür gibt es Punkte, die man irgendwann einmal einlösen kann. Tiaa bietet zum Beispiel “spirituelle Hilfe per Mail”. Viel mehr Angebote gibt es auf estnisch, und da braucht man schon eine Menge Fantasie um sich die Services dahinter vorzustellen.

Die Trabayo-Philosophie

 geschrieben von Thomas am 13. Okt

Wir glauben, Trabayo ist etwas, das fehlt und das gemacht werden muss. Wir glauben, Trabayo kann jedem, der es benutzt, ganz entscheidend helfen. Denn wir glauben:

Jeder sollte seinen Lebensunterhalt mit dem verdienen, was er oder sie am besten kann
Es ist klar, dass nicht immer alles super sein kann und man auch mal Dinge machen muss, die einem keinen Spaß machen. Aber man sollte grundsätzlich an seiner Arbeit Spaß haben, im Gegensatz zu fast 90% der deutschen Arbeitnehmer.

Arbeit ist mehr als angestellt zu sein
Arbeit bedeutet mehr als Geld verdienen. Arbeit bedeutet, etwas Sinnvolles zu tun, etwas zu schaffen, etwas besser zu machen, anerkannt zu werden und sich zu verwirklichen. Außerdem wird Arbeit in der Zukunft aus einer Summe von Tätigkeiten bestehen und nicht mehr aus nur einem Job bei dem man angestellt ist. Im Gegensatz zu einer Festanstellung bedeutet frei zu arbeiten natürlich weniger Sicherheit. Wir glauben aber, dass das mehr an Freiheit mehr wert ist als das weniger Sicherheit. Das nennen wir Arbeit.

Die neue Masse liegt in der Nische
Das Internet hilft dabei, sehr spezielle Talente und Fähigkeiten zusammen zu bringen und sehr spezialisierte Bedürfnisse zu befriedigen. Die Masse war gestern. Die beste Marke ist die Marke Eigenbau.

Transparenz und Angebot sind gut für alle
Freelancer haben keine Gewerkschaft. Sie sind sich untereinander soviel Kollege wie Konkurrent. Je mehr aber alle den Aufwand und den Wert unserer Arbeit darstellen können, umso fairer werden alle bezahlt.

Studieren darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen
Studieren wird durch Studiengebühren und steigende Abgaben und Lebenshaltungskosten immer teurer. Bafög bekommen längst nicht alle Studenten und Auszubildenden, die es nötig hätten. Gleichzeitig haben Studenten durch die vollgepackten Bachelor-Studiengänge immer weniger Zeit, neben dem Studieren zu jobben. Umso wichtiger ist es, flexibel und selbstbestimmt Aufträge zu finden, die dazu beitragen, das Studium zu finanzieren.

Trabayo will allen, vor allen Dingen aber Studenten, die ihr Talent als Arbeit anbieten wollen (egal ob für Geld oder nicht), die Möglichkeit bieten, ihr Dienstleistungsangebot zu veröffentlichen und dabei helfen, Angebot und Nachfrage zusammen zu bringen.

Interessante deutsche Start-Ups

 geschrieben von Thomas am 06. Aug

Vor kurzem war ich einmal mehr bei der “Business & Beer” Veranstaltung von der Gründungsförderung profund der FU Berlin. Dort trifft man viele junge, motivierte Leute, die alle dabei sind, ihre Ideen umzusetzen. Hier möchte ich ein paar vorstellen:

iversity.de – Iversity ist eine Kollaborationsplattform für wissenschaftliche Arbeits- und Forschungsgruppen. Man kann Ergebnisse teilen und veröffentlichen und die interne Arbeit koordinieren.

Chocri ist eine Seite, auf der man sich seine eigene Schokolade zusammen stellen kann. Die Zutaten sind hochwertig und sind fair gehandelt. Bei Paulinepauline gibt es einen schönen Artikel über Chocri.

Autoaid listet und bewertet Autowerkstätten.

Außerdem hat mir Yves gerade von Pridago erzählt, die eine eigene Task-Management-Plattform, Reddynote, entwickeln. Sehr schön ist auch das Pridago-Blog, das über viele persönliche Hintergründe des Bootstrappings und Firmengründings berichtet.

Beschäftigungsstatistik 2009

 geschrieben von Marius am 01. Jul

Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland 2009

Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland 2009

Aus der Wirtschaftswoche, leider habe ich die Ausgabennummer nicht.
Mir fallen vor allem die 4,5 Mio. Selbstständige auf, eine Zahl die ich so hoch nicht erwartet hätte. Und eine Gruppe, die m.E. von der Politik bisher völlig unterschätzt wird.

Was sich am Bachelor-System ändern muss

 geschrieben von Thomas am 17. Jun

Bildungsstreik
Bildungsstreik in Münster von Gedankenstuecke auf Flickr

Diese Woche streiken Schülerinnen, Schüler, Studenten für Verbesserungen des Bildungssystems. Die Demonstrierenden wenden sich gegen Studiengebühren, “Turbo-Abi” und vollgestopfte Bachelor-Studienpläne. Sie wenden sich gegen Bildungsprivatisierung, gegen Leistungs- und Konkurrenzdruck, gegen “Gesetze des Marktes” im Bereich der Bildung. Anders als in vorangegangenen Streiks haben es die Organisatoren dieses Mal geschafft, mehr als 150 000 auf die Straße zu bringen. Vor allem die Forderung, die Bachelor-Studienpläne zu überarbeiten ist immens wichtig.

Ich fühle mich priviligiert wenn ich an meine eigene Studienzeit zurückdenke. Als Magister hatte ich alle Zeit der Welt und ich habe sie genutzt. Für ein Auslandsjahr, für Reisen, für viel Arbeiten neben dem Studium und vor allen Dingen mit viel Recherche und Kopfarbeit für die Magisterarbeit. Dafür haben Bachelorstudenten, deren Lehrpläne mit dem Stoff eines Diplomstudiums vollgestopft und verschult wurden, keine Zeit mehr. Was nicht nur schade für den Einzelnen, sondern ein Verlust für die gesamte Gesellschaft ist.

Denn vor allen Dingen hätte ich mir das Studium ohne Nebenjobs wohl gar nicht leisten können. Für mich ist das dann auch die wichtigste Forderung der Streikenden: Die Bachelor-Studienpläne entschlacken und den Studenten Luft geben, sich mit ihrem Studium Zeit lassen und selbst finanzieren zu können. Dazu sind in einigen Bundes-Ländern auch noch Studiengebühren gekommen. Beides, die Gebühren und der straffe Zeitplan hält viele junge Menschen von der Uni fern.

Wer sein Studium durch eigene Arbeit finanzieren kann, ist weder auf die Eltern noch auf staatliches Bafög angewiesen. Das sollte doch das Ziel jeder Bildungspolitik sein: Jedem, unabhängig von Herkunft und familiärem Einkommen die Chance zu geben, durch eigene Anstrengung zu einem guten Bildungsabschluss zu kommen.

Dazu kommt: alle Jobs die ich gemacht habe, von Kneipe, bis Intro Magazin, bis FACE2NET haben mein
Studium um die oft vermisste praktische Komponente ergänzt. Man kann nicht alles beim Studieren lernen. Das Studieren kann nur ein Teil der Ausbildung sein, um es zu komplettieren, braucht man die notwendige Flexibilität.

3Sat-Nano hat einen guten Beitrag zu Stress im Studium und befragt den Hochschulforscher Ulrich Teichler, der den Bologna-Pozess untersucht hat. Auch viele Studenten kommen zu Wort und klagen über die wenige Zeit, die ihnen für vernünftiges Lernen und Arbeiten

Kleinteiliges eCommerce

 geschrieben von Thomas am 26. Mai

Economics von --brian auf Flickr

Gerade bin ich über ein Banner auf Hypemachine auf der Seite Cashraider.de gelandet und lese: “Auszahlung bis zum 1000. Platz!”. Das Merkwürdige daran ist: Das könnte sogar stimmen. Diese Mikrowirtschaft funktioniert. Und zwar nicht weil hier jemand zwangsläufig übers Ohr gehauen wird. Es funktioniert wegen der schieren Masse. Onlinelotterien finanzieren sich durch das Klicken auf Banner oder das Hinterlassen einer Email-Adresse und in Multiplayer-Games bezahlen Spieler besondere Fertigkeiten mit Minibeträgen.

Überall laufen Deals in großer Zahl mit kleinen Summen: Links auf Musikshops, auf Reisen, auf Versicherungen, Online Games. Das kleinteilige eCommerce läuft und wächst. Es ist faszinierend, ein Feld für Mathematiker und Volkswirte. Rationales Entscheiden und Nutzen, Preisfindung, menschliches Verhalten, Spieltheorie vs kleinste Veränderungen mit großem Effekt. Das tollste Beispiel für kleine Summen, die viel bewirken sind Mikrokredite. Zum Beispiel mit Kiva.

Eine weitere Entwicklung, die das kleinteilige eCommerce befördert sind virtuelle Währungen. Das populärste Beispiel sind wohl Lindendollars, aber das Netz ist voll mit tausenden Credits und Gamepoints, Punkten, Bonussystemen, die sich mal mehr, mal weniger in Real Life Währungen umwandeln lassen. Dazu haben sie meist schöne Namen, die Bonuspunkte von LaFraise heißen z.B. Brouzoufs und ja, Second Life gibt es immer noch.

Auch auf exchange-me gibt es eine virtuelle Währung: Hier kann man sich gegenseitig mit MI!s bezahlen und so Dienstleistungen tauschen. Das Problem dabei ist: Wer seine eigene Arbeit mangels Talent, Lust oder Zeit nicht als Tauschmittel einbringen kann, ist von diesem Netzwerk ausgeschlossen. Es gilt also, eine ausgewogene Mischung zu entwickeln, mit einer virtuellen Währung, die man sich erarbeiten, aber auch kaufen kann und für die man im Gegenzug kleine Services bekommt. WordPress macht das auch seht smart -hier kostet das eigene CSS ca. 4 Cent am Tag.

Update: Das Bild ist von Economics von –brian auf Flickr, das Bild im nächsten Post ist von photocase.de, eine Seite, auf der man Bilder verkaufen und für die eigene Verwendung lizensieren kann. Auch hier gibt es ein sehr einfaches Creditsystem.

Belege, Belege, Belege

 geschrieben von Thomas am 18. Mai

Frei arbeiten, als Freelancer heißt auf jeden Fall nicht frei von Zettelwahnsinn. Wer selbstständig arbeitet, muss dauernd Belege sammeln. Während man in einer Festanstellung das meiste abgenommen bekommt, muss man als Rechnung stellender Auftragnehmer auch den letzten Schnipsel Papier sammeln der etwas mit einer Zahlung zu tun hat.

Wie sortiert ihr eure Belege? Was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht was man absetzen kann und was nicht? Bitte teilt euer Wissen in den Kommentaren mit allen Lesern.

Als Angestellter wird einem mit der Lohnsteuer direkt jeden Monat die Steuerschuld vom Brutto-Gehalt abgezogen. Als Selbstständiger und Einzelunternehmer muss man dem Finanzamt eine Gewinn- und Verlustrechnung für jedes Jahr vorlegen und zahlt schließlich auf den Erlös die Einkommensteuer. Eine Mischung von Einkommensarten (aus selbstständiger und nicht selbstständiger Arbeit, natürlich auch aus Mieteinnahmen oder Zinsen aus Kapital) ist dabei natürlich möglich. Am Ende wird alles zusammengezählt und daraus die Steuer errechnet. Wohl dem, der belegen kann, woher das Geld gekommen, vor allem aber wofür es ausgegeben wurde.

Als Selbstständiger kann man sehr vieles absetzen, das mit der eigenen Geschäftstätigkeit zu tun hat: Arbeitsmaterialien, Reisen, Dienstleistungen usw. All diese Kosten werden von den Umsätzen abgezogen, das Ergebnis ist der Gewinn, der versteuert wird. Daher lohnt es sich, auch Belege für kleinste Summen aufzubewahren, die man bar bezahlt hat: Bahnfahrkarten, Taxiquittungen, Bewirtungsquittungen von Geschäftsessen. Schwierig ist es bei Ausgaben, die betrieblich wie privat sein können, z.B. Telefon oder Auto. Das ist ein ganzes Thema für sich.

Am besten man legt sich für die Belegsortierung ein System zu. Als freier Internetberater habe ich mir dafür vier Kategorien zugelegt: Eingangsrechnungen und -belege, Ausgangsrechnungnen, Kontoauszüge und Korrespondenz mit dem Finanzamt. Die Belege, die man per per Post bekommt und die sich bei Barzahlung im Portemonnaie sammeln, sollte man einmal im Monat einordnen, sonst türmt sich der Zettelberg irgendwo bedrohlich über den ganzen Schreibtisch. Gestern hatte ich wieder so einen Weg-Sortier-Tag, es nervt und ist keine schöne Arbeit, aber nachher fühlt es sich großartig an. Einen Steuerberater habe ich trotzdem, aber auch der hat die Belege gern gut sortiert und vollständig. Entsprechend kleiner fällt dann auch die Rechnung aus.