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Kleinteiliges eCommerce

 geschrieben von Thomas am 26. Mai

Economics von --brian auf Flickr

Gerade bin ich über ein Banner auf Hypemachine auf der Seite Cashraider.de gelandet und lese: “Auszahlung bis zum 1000. Platz!”. Das Merkwürdige daran ist: Das könnte sogar stimmen. Diese Mikrowirtschaft funktioniert. Und zwar nicht weil hier jemand zwangsläufig übers Ohr gehauen wird. Es funktioniert wegen der schieren Masse. Onlinelotterien finanzieren sich durch das Klicken auf Banner oder das Hinterlassen einer Email-Adresse und in Multiplayer-Games bezahlen Spieler besondere Fertigkeiten mit Minibeträgen.

Überall laufen Deals in großer Zahl mit kleinen Summen: Links auf Musikshops, auf Reisen, auf Versicherungen, Online Games. Das kleinteilige eCommerce läuft und wächst. Es ist faszinierend, ein Feld für Mathematiker und Volkswirte. Rationales Entscheiden und Nutzen, Preisfindung, menschliches Verhalten, Spieltheorie vs kleinste Veränderungen mit großem Effekt. Das tollste Beispiel für kleine Summen, die viel bewirken sind Mikrokredite. Zum Beispiel mit Kiva.

Eine weitere Entwicklung, die das kleinteilige eCommerce befördert sind virtuelle Währungen. Das populärste Beispiel sind wohl Lindendollars, aber das Netz ist voll mit tausenden Credits und Gamepoints, Punkten, Bonussystemen, die sich mal mehr, mal weniger in Real Life Währungen umwandeln lassen. Dazu haben sie meist schöne Namen, die Bonuspunkte von LaFraise heißen z.B. Brouzoufs und ja, Second Life gibt es immer noch.

Auch auf exchange-me gibt es eine virtuelle Währung: Hier kann man sich gegenseitig mit MI!s bezahlen und so Dienstleistungen tauschen. Das Problem dabei ist: Wer seine eigene Arbeit mangels Talent, Lust oder Zeit nicht als Tauschmittel einbringen kann, ist von diesem Netzwerk ausgeschlossen. Es gilt also, eine ausgewogene Mischung zu entwickeln, mit einer virtuellen Währung, die man sich erarbeiten, aber auch kaufen kann und für die man im Gegenzug kleine Services bekommt. WordPress macht das auch seht smart -hier kostet das eigene CSS ca. 4 Cent am Tag.

Update: Das Bild ist von Economics von –brian auf Flickr, das Bild im nächsten Post ist von photocase.de, eine Seite, auf der man Bilder verkaufen und für die eigene Verwendung lizensieren kann. Auch hier gibt es ein sehr einfaches Creditsystem.

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