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Belege, Belege, Belege

 geschrieben von Thomas am 18. Mai

Frei arbeiten, als Freelancer heißt auf jeden Fall nicht frei von Zettelwahnsinn. Wer selbstständig arbeitet, muss dauernd Belege sammeln. Während man in einer Festanstellung das meiste abgenommen bekommt, muss man als Rechnung stellender Auftragnehmer auch den letzten Schnipsel Papier sammeln der etwas mit einer Zahlung zu tun hat.

Wie sortiert ihr eure Belege? Was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht was man absetzen kann und was nicht? Bitte teilt euer Wissen in den Kommentaren mit allen Lesern.

Als Angestellter wird einem mit der Lohnsteuer direkt jeden Monat die Steuerschuld vom Brutto-Gehalt abgezogen. Als Selbstständiger und Einzelunternehmer muss man dem Finanzamt eine Gewinn- und Verlustrechnung für jedes Jahr vorlegen und zahlt schließlich auf den Erlös die Einkommensteuer. Eine Mischung von Einkommensarten (aus selbstständiger und nicht selbstständiger Arbeit, natürlich auch aus Mieteinnahmen oder Zinsen aus Kapital) ist dabei natürlich möglich. Am Ende wird alles zusammengezählt und daraus die Steuer errechnet. Wohl dem, der belegen kann, woher das Geld gekommen, vor allem aber wofür es ausgegeben wurde.

Als Selbstständiger kann man sehr vieles absetzen, das mit der eigenen Geschäftstätigkeit zu tun hat: Arbeitsmaterialien, Reisen, Dienstleistungen usw. All diese Kosten werden von den Umsätzen abgezogen, das Ergebnis ist der Gewinn, der versteuert wird. Daher lohnt es sich, auch Belege für kleinste Summen aufzubewahren, die man bar bezahlt hat: Bahnfahrkarten, Taxiquittungen, Bewirtungsquittungen von Geschäftsessen. Schwierig ist es bei Ausgaben, die betrieblich wie privat sein können, z.B. Telefon oder Auto. Das ist ein ganzes Thema für sich.

Am besten man legt sich für die Belegsortierung ein System zu. Als freier Internetberater habe ich mir dafür vier Kategorien zugelegt: Eingangsrechnungen und -belege, Ausgangsrechnungnen, Kontoauszüge und Korrespondenz mit dem Finanzamt. Die Belege, die man per per Post bekommt und die sich bei Barzahlung im Portemonnaie sammeln, sollte man einmal im Monat einordnen, sonst türmt sich der Zettelberg irgendwo bedrohlich über den ganzen Schreibtisch. Gestern hatte ich wieder so einen Weg-Sortier-Tag, es nervt und ist keine schöne Arbeit, aber nachher fühlt es sich großartig an. Einen Steuerberater habe ich trotzdem, aber auch der hat die Belege gern gut sortiert und vollständig. Entsprechend kleiner fällt dann auch die Rechnung aus.

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